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Da sich in jüngerer Vergangenheit die eine oder andere Geschichte – nur Häuptling Grauer Michel, Manitou persönlich und vermutlich auch der eine oder andere Medizinmann wissen, warum – mit „Indianischem“ beschäftigt hat, fassen wir diese Stories der Übersicht halber ab sofort hier in einem separaten Kapitel zusammen. Insofern jetzt viel Spaß mit Geronimo, dem letzten Krieger und seinen tapferen, in der einen oder anderen Geschichte aber auch traurigen Stammesgenossen. Hugh!

Sitting Bull, zu bess‘ren Tagen
er führte einen stolzen Stamm.
Vorbei war‘s mit Natur und Jagen,
alsbald der weiße Mann kam an.

Der stellte keine großen Fragen,
nahm an sich, was er haben wollt‘,
ließ schleppen, was er nicht konnt‘ tragen,
stahl Bison, Squaw und Stammesgold.

Des Weißen Hochmut sollt‘ uns sorgen,
selbst heut’ noch zur modernen Zeit,
wo eigentlich ein guter Morgen
voll Wohlstand täglich an uns schreit.

Ob schwarz, ob weiß, ob gelb, ob rot,
die Erde ist zu teilen;
am Ende sind wir alle tot,
und niemand wird verweilen.

Bis dahin hört doch auf, zu horten,
viel mehr, als jemand brauchen kann,
sagt Sitting Bull mit diesen Worten
und schönem Gruß vom roten Mann.

Apiatah, der Kiowa, hochoben in Ost-Iowa.

 

Sein Volk wurd´ kürzlich angegriffen,
von wilden Kriegspfad-Irokesen.

 

´ne Schlacht, die galt es zu umschiffen,
zu groß wär´ der Verlust gewesen.

 

Schnell Api hatt´ ´ne List erdacht,
den Angriff kampflos abzuwehren:


Ein Kriegsgeheul wurd´ angefacht,
dem Irokes´ Respekt zu lehren.

 

Aus voller Kehle wurd‘ geheult,
mit Tomahawk auf Speer gekeult,

 

Gesichter wurden bunt beschmiert,
die Feinde damit irritiert.

 

Die Angst den Iro liess verzagen,
der Feindesstamm hat sich verdrückt.

 

So wurd´ er in die Flucht geschlagen,
es wurd´ kein einz´ger Pfeil gezückt.

 

Weil seine List sich hatt´ bewährt,
statt Kämpfen  Weisheit hat gesiegt,

 

wurd´ Apiatah zum Boss geehrt,
das hatt´ der alte Rat verfügt.

 

Der Api, der die List erdacht,
konnt´ fortan sich nicht mehr beschweren:

 

Er durfte nun, in Häuptlingstracht,
mit zwanzig Squaws den Stamm vermehren.


Geronimo, der letzte Krieger,
einst stolz vor Kraft, ein echter Tiger.


Doch Siedler kamen, Stammes-Hasser,
und spendeten das Feuerwasser.

 

Die Bisons wurden ausradiert,
zu tausend toten aufdrappiert.

Als sei noch nicht genug passiert,
wurd´ gegen Dollar noch skalpiert.

Benehmen wie des Pottes Sau,
unsäglich grausam Treiben,

der Trumpmann aus Europa
kam, genau, bis heut´ zu bleiben.


Geronimo, der letzte Krieger,
er blieb am Ende doch nicht Sieger.

Er endete als Pausenclown
in weißen Mannes Cowboyschaun.


Indianertotem Mootamab,
erschaffen für den roten Mann.

Platziert im Wald beim Büffelgrab,
damit man dort mal beten kann.

Doch Manitou, der ihn gebracht,
hat vorher nicht genug gedacht.

Er hatte schlimm und schlicht vergessen,
dass nur ein Gott sei angemessen.

Komanchen, Sioux, Irokesen,
sind dann bei ihm im Wald gewesen,

um irrend für sich festzuhalten,
dass Mootamab sei Gottgestalten.

So schimpfte Manitou zurecht
– zwei Götter sind zuviel jetzt, echt.


Bilagaana der Buchenstamm,
mit tiefer Stimm‘ er murmelt.

Mit Böen wie von Dampfes Ramm‘,
so sehr hat es gesturmelt.

Der Sturm wird nicht der letzte sein,
der uns‘ren Baum will biegen.

Doch irgendwann, da kommt der Tag,
da fällt er und bleibt liegen.


Mit Phantasie zuviel statt wenig,
erkennt man ‘nen Aztekenkönig.

Sein liebster Freizeitlückenstopfer
war‘n täglich Kopf-ab-Menschenopfer.

 


Foto: Ophidiavonwintergold / Christian Labes.

Tahatan der Häuptlingssohn,
Spross vom Boss mit Feder.

Er träumte Stammes Chef zu sein,
doch Sturm brach ihn herneder.


Fortsetzung folgt  – wir warten auf Rauchzeichen.